Seventh-Day Adventist Church

Adventgemeinde Langenfeld

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Zum Weiterdenken

Andacht
„Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ Johannes 20, 21

Frustriert, enttäuscht und voller Angst hatten sich die Jünger hinter dicken Türen verbarrikadiert. Ihren Freund und Meister Jesus hatte der wütende Mob vorgestern wie einen gemeinen Verbrecher gekreuzigt, als nächste könnten sie an der Reihe sein. Angst lähmt. Angst trübt die Wahrnehmung. Und so können und wollen sie den Berichten der Frauen überhaupt keinen Glauben schenken, dass Jesus aus dem Grab auferstanden sei. Zu unglaubwürdig, zu unbegreiflich klingt das.
Doch genau in dieser Situation kommt Jesus plötzlich mitten in den verschlossenen Raum hinein und begrüßt die Jünger mit dem hebräischen Wort „Schalom – Friede sei mit euch!“.
Dabei hätte Jesus wirklich allen Grund gehabt, seinen Jüngern, diesem Haufen Totalversager, erst einmal gehörig den Marsch zu blasen. Sie alle hatten ihn während seiner dunkelsten Stunden schmählich im Stich gelassen. Keiner seiner engsten Freunde hatte mit ihm gebetet, als er in Todesangst im Garten Gethsemane um Kraft rang. Niemand stand ihm bei, als die Soldaten kamen, ihn festnahmen, verhörten und folterten. Selbst Petrus, der kurz zuvor beim Abendessen noch großspurig getönt hatte, er würde Jesus nie verlassen, schwor dreimal, dass er ihn überhaupt nicht kennen würde.
Und jetzt steht Jesus wieder lebendig vor ihnen. Er ist es wirklich, keine Halluzination, kein Gespenst! Sie sehen eindeutig die Wundmale an den Händen und an seiner Seite. Und noch einmal wiederholt er seinen Gruß: „Friede sei mit euch!“ und fügt hinzu: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!“ - Jesus schreibt seine Jünger nicht einfach ab, sondern er beruft seine Jünger erneut in seine Nachfolge. Trotz ihres Scheiterns und Versagens bekommen sie eine neue Chance. Er beauftragt sie, seine Mission in der Kraft des Heiligen Geistes weiterzuführen.
Gottes „Schalom“ gilt allen Frustrierten, Ängstlichen und Gescheiterten bis heute: Friede sei mit Dir!
Carsten


Andacht
„Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren.“ Dtn 5, 14

Der Sabbattag ist Gottes Schutzmechanismus gegen Überlastung, Stress und Burnout: sechs Tage arbeiten, einen Tag ruhen. Diesen Rhythmus hat Gott bei der Schöpfung bereits vorgegeben und in den 10 Geboten verankert (Gen 2, 2.3; Ex 20, 8 ff).

Im fünften Buch Mose, in dem die 10 Gebote wiederholt werden, wird der Sabbat mit der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten begründet: Gott gibt uns das Gebot des freien Tages, damit wir uns nicht selbst zu Sklaven machen oder von anderen zu Sklaven gemacht werden.

Ständige Erreichbarkeit, wechselnde Schichtdienste, endlose Listen mit Aufgaben und permanenter Termindruck sind nur einige Beispiele der modernen Sklaventreiber, die heute unser Leben bestimmen.

Hier kommt eine sehr gute Nachricht von Gott für alle Gestressten, die unter ihrem vollgestopften Terminkalender leiden: „Du darfst Pause machen! Einen ganzen Tag einfach mal abschalten, entspannen, aufatmen.“

Gegen die Tyrannei des Dringlichen hat Gott den Sabbattag gesetzt. Er soll für die wirklich wichtigen und schönen Dinge im Leben Zeit und Raum bieten, die sonst immer zu kurz kommen: Spielen, Lesen, Schlafen, Beten, Spazieren, Singen, Bibellesen, Auftanken, Nachdenken, Besuche, Essen, Nichtstun... diese Aufzählung kann gerne fortgeführt werden.

52-mal im Jahr lädt Gott uns ein, eine besondere Zeit mit ihm zu verbringen.

Weil Gott der Sabbat heilig ist, soll er auch für uns heilig sein, etwas ganz Besonderes. Wir spüren etwas von der Liebe und Fürsorge Gottes zu uns, wenn wir den Sabbattag halten und erfahren so auch den besonderen Segen für unser Leben.

Herzliche Grüße



Carsten Hagemann