Seventh-Day Adventist Church

Adventgemeinde Langenfeld

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Zum Weiterdenken


Vor 20 waren wir als Familie begeistert, dass wir bei Euch freundlich aufgenommen wurden und viele Freunde und Gleichgesinnte in der Gemeinde fanden. Zwei Jahrzehnte haben wir seitdem miteinander erlebt. Unsere Kinder sind ebenso wie wir älter geworden und haben sich für Gott entschieden. Manche haben in dieser Zeit neue Wege eingeschlagen. Wir durften auch neue Kontakte schließen und erleben, dass unser Glaube für uns und unsere Freunde relevant ist.

Wir sind dankbar dafür. Wir empfinden aber auch, dass unsere kleine Gemeindefamilie schnell wieder schrumpfen kann. Deshalb hat sich der Gemeinderat bereits im letzten Jahr entschieden, ganz bewusst für die Vitalität unserer Gemeinde einzutreten. Im Februar 2018 haben Beate, Stefan, Matthias und ich ein Seminar besucht, bei dem wir gemeinsam mit Vertretern drei anderer Gemeinden und Fachleuten wie Laszlo Szabo aus Friedensau über die Zukunft, die Gott mit uns im Sinn hat, nachgedacht haben. Dabei elektrisierte uns die Vorstellung, dass wir noch mehr als bisher, in unserer Stadt Gott wirksam als unseren Freund bezeugen können.

In den nächsten Wochen wollen wir mit Euch allen dieses Erlebnis vertiefen. Vom 27. Oktober an werden wir in mehreren Predigten und schließlich in zwei Workshop-Wochenenden erarbeiten, wie unsere Gemeinde sich mit Gottes Hilfe entwickeln kann. Unsere Pastoren Marc und Marcus, Alexander Kampmann aus der Vereinigung und schließlich Laszlo Szabo aus Friedensau werden uns dabei anleiten.

Ich wünsche mir, dass Du Dich darauf einlässt. Nimm Dir bewusst Zeit, die Predigten zu hören und die Workshop-Wochenenden zu erleben. Bete bitte schon jetzt dafür, dass wir miteinander inspiriert werden, Gutes weiterzuführen und Neues zu erleben.

Ganz herzlich, Gerfried



Andacht
„Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!“ Hosea 10,12
Es gibt eine alte Geschichte vom „Einkaufsladen Gottes“. Sie wird in etwa so erzählt: Ein Mann trat in einer fremden Stadt in einen Laden. Hinterm Tisch stand ein Händler. Er wirkte irgendwie fremd und verbarg mühsam zwei Flügel unterm lichtweißen Hemd. Das Regal war bis unter die Decke voll mit Tüten und Schachteln gestellt. Doch im Dämmerlicht konnte der Mann nicht sehen, was die eine oder die andre enthält.
So fragte er den Händler: „Was verkaufen sie hier?“ Antwort: „Alles, was sie sich wünschen, alles gibt es bei mir!“ Da hat sich der Mann mit dem Wünscheaufsagen beeilt: „Ich möchte das Schweigen der Waffen und die Brötchen viel besser verteilt! Mehr Verstand in die Köpfe. Aus den Augen die Gier. Mehr Zeit für die Kinder. Achtung vor jedem Tier. Helle Zimmer für jeden. Arbeit, je nach Talent.“
Als der Mann Luft holen wollte, sprach der Händler: „Kleinen Moment! Sicher haben sie mich falsch verstanden. Wie ich höre, wollen sie Früchte von mir. Aber nein, ich verkaufe keine Früchte, sondern nur die Samen dafür! (Frei nach Gerhard Schöne: „Der Laden“.)
Ja, Gott lädt uns ein, Gutes und Gerechtes zu säen. Jeden Tag haben wir zahlreiche Möglichkeiten dazu. Dabei dürfen wir uns die Worte von Carmen Jäger zu Herzen nehmen: „Wer Sonnenblumen sät, kann nicht erwarten, dass Löwenmäulchen wachsen. Wer Ungerechtigkeit ausstreut, wird vergeblich auf Gerechtigkeit hoffen. Wer Unfrieden sät, wird Hass ernten und nicht Frieden und Liebe.“
Gott selbst hat durch Jesus Christus die Grundlage für Versöhnung, Gerechtigkeit und echte Liebe gelegt. Und am Ende wird er kommen, um sein Werk zu vollenden. Bis dahin sollen wir achtsam sein, was wir von uns geben.
Marcus Jelinek

Andacht
„Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ Johannes 20, 21

Frustriert, enttäuscht und voller Angst hatten sich die Jünger hinter dicken Türen verbarrikadiert. Ihren Freund und Meister Jesus hatte der wütende Mob vorgestern wie einen gemeinen Verbrecher gekreuzigt, als nächste könnten sie an der Reihe sein. Angst lähmt. Angst trübt die Wahrnehmung. Und so können und wollen sie den Berichten der Frauen überhaupt keinen Glauben schenken, dass Jesus aus dem Grab auferstanden sei. Zu unglaubwürdig, zu unbegreiflich klingt das.
Doch genau in dieser Situation kommt Jesus plötzlich mitten in den verschlossenen Raum hinein und begrüßt die Jünger mit dem hebräischen Wort „Schalom – Friede sei mit euch!“.
Dabei hätte Jesus wirklich allen Grund gehabt, seinen Jüngern, diesem Haufen Totalversager, erst einmal gehörig den Marsch zu blasen. Sie alle hatten ihn während seiner dunkelsten Stunden schmählich im Stich gelassen. Keiner seiner engsten Freunde hatte mit ihm gebetet, als er in Todesangst im Garten Gethsemane um Kraft rang. Niemand stand ihm bei, als die Soldaten kamen, ihn festnahmen, verhörten und folterten. Selbst Petrus, der kurz zuvor beim Abendessen noch großspurig getönt hatte, er würde Jesus nie verlassen, schwor dreimal, dass er ihn überhaupt nicht kennen würde.
Und jetzt steht Jesus wieder lebendig vor ihnen. Er ist es wirklich, keine Halluzination, kein Gespenst! Sie sehen eindeutig die Wundmale an den Händen und an seiner Seite. Und noch einmal wiederholt er seinen Gruß: „Friede sei mit euch!“ und fügt hinzu: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!“ - Jesus schreibt seine Jünger nicht einfach ab, sondern er beruft seine Jünger erneut in seine Nachfolge. Trotz ihres Scheiterns und Versagens bekommen sie eine neue Chance. Er beauftragt sie, seine Mission in der Kraft des Heiligen Geistes weiterzuführen.
Gottes „Schalom“ gilt allen Frustrierten, Ängstlichen und Gescheiterten bis heute: Friede sei mit Dir!
Carsten


Andacht
„Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren.“ Dtn 5, 14

Der Sabbattag ist Gottes Schutzmechanismus gegen Überlastung, Stress und Burnout: sechs Tage arbeiten, einen Tag ruhen. Diesen Rhythmus hat Gott bei der Schöpfung bereits vorgegeben und in den 10 Geboten verankert (Gen 2, 2.3; Ex 20, 8 ff).

Im fünften Buch Mose, in dem die 10 Gebote wiederholt werden, wird der Sabbat mit der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten begründet: Gott gibt uns das Gebot des freien Tages, damit wir uns nicht selbst zu Sklaven machen oder von anderen zu Sklaven gemacht werden.

Ständige Erreichbarkeit, wechselnde Schichtdienste, endlose Listen mit Aufgaben und permanenter Termindruck sind nur einige Beispiele der modernen Sklaventreiber, die heute unser Leben bestimmen.

Hier kommt eine sehr gute Nachricht von Gott für alle Gestressten, die unter ihrem vollgestopften Terminkalender leiden: „Du darfst Pause machen! Einen ganzen Tag einfach mal abschalten, entspannen, aufatmen.“

Gegen die Tyrannei des Dringlichen hat Gott den Sabbattag gesetzt. Er soll für die wirklich wichtigen und schönen Dinge im Leben Zeit und Raum bieten, die sonst immer zu kurz kommen: Spielen, Lesen, Schlafen, Beten, Spazieren, Singen, Bibellesen, Auftanken, Nachdenken, Besuche, Essen, Nichtstun... diese Aufzählung kann gerne fortgeführt werden.

52-mal im Jahr lädt Gott uns ein, eine besondere Zeit mit ihm zu verbringen.

Weil Gott der Sabbat heilig ist, soll er auch für uns heilig sein, etwas ganz Besonderes. Wir spüren etwas von der Liebe und Fürsorge Gottes zu uns, wenn wir den Sabbattag halten und erfahren so auch den besonderen Segen für unser Leben.

Herzliche Grüße



Carsten Hagemann